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AtTEnd: Studie zu Atezolizumab beim Endometriumkarzinom

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Leading Opinions
19. September 2019
<p class="article-intro">Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK) untersucht den PD-L1-Antikörper Atezolizumab bei fortgeschrittenem oder rezidiviertem Endometriumkarzinom.</p> <hr /> <p class="article-content"><p>F&uuml;r Frauen mit einem Endometriumkarzinom im Fr&uuml;hstadium ist die Prognose mit einer 5-Jahres-&Uuml;berlebensrate von 95 % sehr gut. Anders sieht es bei Patientinnen mit fortgeschrittenem, metastasiertem oder rezidiviertem Endometriumkarzinom aus: Ihr mittleres &Uuml;berleben liegt bei nur 12&ndash;15 Monaten.<br /> Die Erstlinien-Chemotherapie bei einem Endometriumkarzinom im Stadium III oder einer metastasierten respektive rezidivierten Erkrankung besteht aus Carboplatin plus Paclitaxel. Mittels der internationalen Studie AtTEnd soll herausgefunden werden, ob die Zugabe von Atezolizumab zur Chemotherapie und eine anschliessende Erhaltungstherapie mit Atezolizumab die Prognose der Patientinnen verbessern k&ouml;nnen, ob die Therapie sicher und gut vertr&auml;glich ist und welchen Einfluss sie auf die Lebensqualit&auml;t hat.<br /> Atezolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antik&ouml;rper, der direkt an PD-L1 bindet und die Interaktionen mit den PD-1-Rezeptoren blockiert. Dadurch wird die &uuml;ber den PD-L1/PD-1-Signalweg vermittelte Hemmung der Immunantwort aufgehoben und die antitumorale Immunantwort reaktiviert. In der Schweiz ist Atezolizumab bisher zur Therapie des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms zugelassen.<br /> An der Studie teilnehmen k&ouml;nnen Frauen mit einem neu diagnostizierten Endometriumkarzinom Stadium III oder IV, mit residuellem Endometriumkarzinom nach Tumoroperation und Frauen mit rezidiviertem Endometriumkarzinom, die noch keine systemische Tumortherapie erhalten haben. Jede Patientin wird w&auml;hrend 6&ndash;8 Zyklen (1 Zyklus = 3 Wochen) mit einer Standard-Chemotherapie plus Atezolizumab oder Placebo behandelt. Danach wird Atezolizumab oder Placebo weiterhin alle drei Wochen verabreicht, bis die Krankheit fortschreitet (Abb. 1).</p> <p><img src="/custom/img/files/files_datafiles_data_Zeitungen_2019_Leading Opinions_Gyn_1903_Weblinks_lo_gyn_1903_abb1_s50_rabaglio.png" alt="" width="620" height="251" /></p> <p><strong>Studienname:</strong> <br />ENGOT-en7_AtTEnd: Phase III double-blind randomized placebo controlled trial of Atezolizumab in combination with Paclitaxel and Carboplatin in women with advanced/ recurrent endometrial cancer <strong><br /><br />Teilnehmende Zentren:</strong> <br />Kantonsspital Baden, Universit&auml;tsspital Basel, EOC &ndash; Istituto Oncologico della Svizzera Italiana, Inselspital Bern, Spital Thurgau &ndash; Kantonsspital Frauenfeld, Luzerner Kantonsspital, Kantonsspital Winterthur, Universit&auml;tsSpital</p> <p><strong>Clinical Project Manager:</strong> <br />Jessica Schulz, jessica.schulz@sakk.ch, SAKK Bern</p> <p><strong>Z&uuml;rich Coordinating Investigator:</strong> <br />Dr. med. Manuela Rabaglio-Poretti, manuela.rabaglio@insel.ch, Inselspital Bern<br /><br /></p> <h2>Kommentar von Dr. med. Manuela Rabaglio-Poretti</h2> <p>Im Gegensatz zu Geb&auml;rmutterkrebs im Fr&uuml;hstadium mit einer 5-Jahres-&Uuml;berlebensrate von bis zu 95 % ist die Prognose bei Patientinnen mit fortgeschrittener Erkrankung mit einem mittleren &Uuml;berleben in der Gr&ouml;ssenordnung von 12 bis 15 Monaten schlecht (mit Mortalit&auml;tsraten &auml;hnlich denen von Patientinnen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs). Uteruskarzinom wird als Tumor mit hoher Mutationslast eingestuft. Mehrere klinische Studien haben gezeigt, dass die Immun-Checkpoint-Blockade ein vielversprechender Ansatz f&uuml;r verschiedene Krebsarten mit hoher Mutationslast ist, und die Kombination von Immun- Checkpoint-Blockade und konventioneller Chemotherapie k&ouml;nnte synergistische Effekte haben. Damit wird diese klinische Studie wichtige Informationen f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Behandlung von Patientinnen mit fortgeschrittenem Geb&auml;rmutterkrebs liefern.</p></p> <p class="article-quelle">Quelle: Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung(SAKK) </p>
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