
Head-to-head-Vergleich von Cetuximab und Bevacizumab kombiniert mit FOLFOXIRI
Bericht: Dr. Ine Schmale
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Das Triplett FOLFOXIRI hat sich in Kombination mit Biologicals beim metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) als effektiv erwiesen. Eine Phase-II-Studie prüfte head-to-head die Biologicals Bevacizumab versus Cetuximab als Kombinationspartner von FOLFOXIRI.
In den Studien TRIBE und VOLFI zeigte sich FOLFOXIRI in Kombination mit Bevacizumab oder Panitumumab im Vergleich mit einer Doublette-Chemotherapie plus Biological bzw. der alleinigen Triplett-Chemotherapie bezüglich früher Tumorschrumpfung (ETS) und Tiefe des Ansprechens (DpR) überlegen. Offen war allerdings die Frage, welches Biological der bessere Kombinationspartner für welche Patientengruppen innerhalb der RAS-Wildtyp-mCRC-Kohorte ist. Dieser Frage ging die japanische Phase-II-Studie DEEPER (JACCRO CC-13) mit dem primären Endpunkt DpR nach.
359 im metastasierten Stadium nicht vorbehandelte Patienten mit RAS-Wildtyp-mCRC erhielten, stratifiziert nach Lage (links-/rechtsseitig) des Primärtumors, adjuvanter Chemotherapie und ECOG Performance Status, randomisiert jeweils bis zu 12 Zyklen mFOLFOXIRI plus Cetuximab oder mFOLFOXIRI plus Bevacizumab. Die Patientencharakteristik der beiden Studienarme war gut ausgewogen, mit Patienten im medianen Alter von 65 Jahren, 82/83% linkseitigen Primärtumoren und 92% ohne adjuvante Vortherapie.
Von 158 Patienten im Cetuximab-Arm und 162 Patienten im Bevacizumab-Arm (per protocol analysis set) wurde ein tiefstes Ansprechen von median 57,4 versus 46,0% und durchschnittlich 55,8 versus 47,3% zu irgendeinem Zeitpunkt im Therapieverlauf erreicht (p=0,0010). Bei linkseitigen Tumoren betrug die Tumorschrumpfung median 60,3 versus 46,1% im Cetuximab- bzw. Bevacizumab-Arm (p=0,0007), bei rechtsseitigen Tumoren 50,0 versus 41,2% (p=0,4663). Innerhalb der ITT-Population wurde ein Ansprechen bei 69,1 versus 71,7% der Patienten beobachtet (p=0,6047), mit Komplettremissionen bei 6,3 versus 2,3%. Die Krankheitskontrollrate betrug 90,9 versus 95,4% (p=0,0963). Bezüglich der frühen Tumorschrumpfung (bewertet nach acht Wochen), wurde kein Unterschied zwischen den Therapieregimen gesehen: Im Cetuximab-haltigen Arm betrug die ETS-Rate 77,8% und im Bevacizumab-haltigen Arm 74,6% (p=0,4792). Auch die Rate an R0-Resektionen war mit 28,6 versus 30,6% nicht verschieden (p=0,6732). Die Häufigkeit des Auftretens von Nebenwirkungen unterschied sich nicht, aber die Art der Nebenwirkungen beinhaltete unter Cetuximab häufiger Rash, Paronychie, Pruritus und Hypomagnesiämie und unter Bevacizumab häufiger Bluthochdruck und Blutungen. Eine nicht vergleichende Analyse mit allen Studienteilnehmern beider Studienarme zeigte bezüglich des progressionsfreien Überlebens (PFS) und des Gesamtüberlebens (OS) einen Median von 12,7 (95% CI: 11,5–14,0) bzw. 37,6 (95% CI: 30,8–43,0) Monaten.
Die Autoren schlossen, basierend auf den Ergebnissen zum primären Endpunkt DpR, dass Cetuximab als Kombinationspartner zu FOLFOXIRI gegenüber Bevacizumab überlegen ist.
Literatur
Tsuji A et al.: The randomized phase II study of FOLFOXIRI plus cetuximab versus FOLFOXIRI plus bevacizumab as first-line treatment in metastatic colorectal cancer with RAS wild-type tumors: The DEEPER trial (JACCRO CC-13). ASCO- Meeting 2021, Abstr. #3501
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