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Nasenschleimhaut – Physiologie, Pathologie und Lokalpflege

(4,00)
Jatros
07. September 2017
Autor:
Priv.-Doz. Dr. Axel Wolf

Universitätsklinik für HNO<br> Medizinische Universität Graz<br> E-Mail: axel.wolf@klinikum-graz.at

Autor:
Dr. Clemens Holzmeister

Universitätsklinik für HNO<br> Medizinische Universität Graz<br> E-Mail: clemens.holzmeister@klinikum-graz.at

<p class="article-intro">Wie fein abgestimmt die Physiologie der Nase ist, fällt besonders dann auf, wenn diese Regulation aus dem Gleichgewicht gerät. Je nach Art der Irritation stehen verschiedenste Präparate zur Pflege der Nasenschleimhaut zur Auswahl. Der Einsatz von Produkten mit Konservierungsmitteln sollte aber vermieden werden.</p>
<hr /> <p class="article-content"><h2>Physiologie</h2> <p>Die physiologischen Funktionen der Nase sind vielf&auml;ltig: von der Aufbereitung der Atemluft bei der Inspiration &uuml;ber immunologische Abwehrfunktionen, den Sitz des Geruchssinnes bis hin zur Beteiligung an der Klang- und Lautbildung. Im Rahmen der Konditionierung der Atemluft in der Nase kommt es unter anderem zur Erw&auml;rmung, Anfeuchtung und Reinigung derselben. So wird bereits im Nasen-Rachen- Raum eine Luftfeuchtigkeit von &uuml;ber 90 % und eine Temperatur von ca. 31&ndash;34&deg;C erreicht. Beim Ausatmen werden der Luft Feuchtigkeit und W&auml;rme zum Teil wieder entzogen. Zus&auml;tzlich erfolgt in der Nase eine Feinregulierung des Atemstroms &uuml;ber die Schwellung der Nasenmuscheln, welche einem zirkadianen Rhythmus folgt, was auch bei der Diagnosestellung von &bdquo;Nasenmuschelhypertrophien&ldquo; ber&uuml;cksichtigt werden muss.<sup>1, 2</sup> Einen wesentlichen Anteil an der Klimatisierung der Atemluft hat die stark vaskularisierte nasale Mukosa. Die respiratorische Schleimhaut in der Nase besteht aus einem mehrschichtigen Flimmerepithel mit zahlreichen Schleimdr&uuml;sen. Diese wird von einer Sekretschicht bedeckt, die aus einem hochvisk&ouml;sen oberen Mukus (Gelphase) sowie einer niedrigvisk&ouml;sen basalen periziliaren Fl&uuml;ssigkeit (Solphase) besteht (Abb. 1).<sup>2&ndash;4</sup></p>

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