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Differenzialdiagnose Mastitis

Welche Rolle spielt das Mikrobiom?

Die Mastitis ist eine entzündliche Erkrankung der Milchdrüse, häufig durch bakterielle Infektionen bedingt. Das Brustmilchmikrobiom beeinflusst die Pathogenese massgeblich, da Dysbiosen die Kolonisation pathogener Keime begünstigen. Präventions- und Therapieoptionen umfassen Probiotika und gezielte antibiotische Strategien.

Eine Laktationsmastitis ist eine häufige Komplikation in der Stillzeit und führt nicht selten sogar zum vorzeitigen Abstillen. Bis zu einem Viertel aller stillenden Frauen sind von Mastitissymptomen betroffen. Am häufigsten tritt eine Mastitis in den ersten vier bis sechs Wochen nach Stillbeginn auf.1 Sie ist gekennzeichnet von ein- oder beidseitigen Lokalsymptomen der Brust wie Schmerzen, Rötung oder Überwärmung (Abb. 1) und ist bei fortgeschrittenen Formen mit systemischen Symptomen wie Fieber, Grippegefühl, Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen kombiniert. Das Protokoll Nummer 36 der Academy of Breastfeeding Medicine (ABM) spricht von einem Mastitisspektrum.2 Das Spektrum umfasst die Begriffe Milchstau, subakute Mastitis, inflammatorische Mastitis, infektiöse Mastitis, Abszess und Phlegmone. Entsprechend gibt es frühe Mastitisformen, die selbstlimitierend sind, und auf der anderen Seite schwere Verläufe, welche eine stationäre Behandlung mit intravenöser antibiotischer Therapie notwendig machen. Eine bakterielle Laktationsmastitis wird durch das gleiche Spektrum an Bakterien verursacht, welche auch zum physiologischen Brustmilchmikrobiom (BMM) gehören. Insbesondere die Bakteriengattungen (Genera) Staphylococcus wie Staphylococcus aureus und Staphylococcus epidermidis oder Streptococcus sind Haupterreger. Daher kann es nicht die Anwesenheit dieser Bakterien allein sein, die eine Mastitis verursacht. Vielmehr entstehen Erkrankungen des Mastitisspektrums durch ein Zusammenspiel mehrerer Risikofaktoren aufseiten der Frau («host»), des Mikrobioms oder durch äussere Einflüsse. Das Mastitisspektrum folgt in seiner Entstehung häufig einer gewissen Reihenfolge. Bevor diese näher beschrieben wird, soll auf die Grundlagen des BMM näher eingegangen werden.

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